Beziehungen und die Basis im eigenen Selbst

Im letzten Blogbeitrag zum Thema Beziehungen haben wir Beziehungsgrundlagen in Heiligen vedischen Gesellschaften im Unterschied zu den Beziehungsprägungen in unserer – lokischen – Gesellschaft betrachtet.

Heute möchte ich den Weg beschreiben, der einer Heiligen prosperierenden Beziehung vorausgehen kann und sie vorbereiten soll. Wir werden also den Weg betreten, der uns auch in unserer Gesellschaft zur eklatanten Verbesserung einer bestehenden Beziehung oder zur Vorbereitung einer angestrebten Beziehung bringen kann.

Der Weg zu einer heiligen, ganzen oder zumindest harmonischen Beziehung führt darüber, sich selbst kennen zu lernen, seine Fähigkeiten, Werte, und seine Bedürfnisse.

Es ist wichtig, sich diese Werte ganz im Detail klar zu machen, denn es sind diese Werte, die den Rahmen und die Struktur des eigenen angestrebten und gelebten Lebens ausmachen. Meist sind diese „Rahmenbedingungen“ unseres Lebens uns selbst komplett unbewusst, denn „das ist ja eh klar“. Es sind die Selbstverständlichkeiten, über die wir nie nachdenken, und die selbstverständlichen Werte, die wir nie beachten, die jedoch die Plattform unseres Lebens und unser Wohlbefinden ausmachen. Erst wenn diese Werte in Frage gestellt werden, dann merken viele Menschen erst, dass sie existieren.

Tatsächlich ist es sogar so, dass uns dass „Fremdartige“, „Neuartige“ in einem Partner oft anzieht, und wir instinktiv neugierig sind und es „beschnüffeln“ wollen. Das ist ein natürlicher animalischer Instinkt, aber wie man schon sehen kann in der Beschreibung, ist auch hier die Höhere Intelligenz nicht beteiligt, um das Leben und die langfristige Partnerschaft zu steuern, sondern eher die niederen Triebe des Menschen.

Das reicht zwar zur Fortpflanzung, nicht jedoch um eine langanhaltende glückliche Partnerschaft zu begründen, die auch in schlechten Zeiten hält und in der sich die Partner gegenseitig unterstützen.

Wenn keine genügenden gemeinsamen Werte existieren, die eine geeignete stabile und verlässliche Partnerschaft stützen, dann befinden wir uns wie in einem Haus, das auf Sand gebaut ist – die gemeinsamen Werte der Partner sind fließend und werden immer wieder neu diskutiert, in Frage gestellt und ausgefochten.

Ich möchte dazu ein fiktives Beispiel aufführen:Nehmen wir an, es finden sich ein Mann und eine Frau zusammen in einer Partnerschaft, deren Herkunftsfamilien unterschiedliche soziale Werte gepflegt und als gut befunden haben.

In der Familie des Mannes waren z.B. die abendliche Entspannung vor dem Fernseher bei Fußball und ein bis zwei Serien, einem „gepflegten Bier“ und einer Tüte Chips ein Ausgleich für die anstrengende Arbeit des Tages, und die Familie hat sich dort erholt, in diesem Umfeld. Der Fernseher war sozusagen der Ersatz für das Lagerfeuer der alten Kulturen und Gesellschaften. Viele Familien leben heute so, insbesondere Familien, die fest im System der Gesellschaft eingebunden sind, und zu ihrer arbeitenden Schicht zählen, die den Wohlstand der Gesellschaft vermehrt durch Verkauf ihrer Lebenszeit in Arbeitsstrukturen.

Die Frau hingegen kam aus einem Akademikerhaushalt, in dem gar kein Fernseher existierte, statt dessen die Hausmusik gepflegt wurde, lange tiefgreifende Gespräche im Familien- und Freundeskreis geführt wurden, klassische Konzerte besucht und organisiert wurden, und Opern und Kunstveranstaltungen wie Vernissagen besucht wurden. Der Vater gehörte einer philosophischen Männer-Runde an, und die Frau verwirklichte sich in gemeinnütziger Arbeit im Kreis der Kirche und sozialer Organisationen.

Wir sehen schon, dass hier sehr unterschiedliche Welten aufeinander treffen.

Als die beiden Partner sich jedoch getroffen haben, machte vielleicht gerade die Unterschiedlichkeit im Wesen das attraktive anziehende Element am anderen aus: Der Mann war für die Frau so andersartig bodenständig, direkt, burschikos und auch irgendwie körperlich stark und attraktiv, jenseits der Welt von Kultur und Etikette. Und die Frau war für den Mann ein so kultiviertes Wesen, sanft und zart.

Die beiden sehen ineinander das, was sie ergänzt und was sie faszinierend finden, und verlieben sich ineinander. Die eigenen Werte werden liebend in Frage gestellt, und man ist bereit, sich auf die Werte des anderen einzulassen und sie zu erforschen – zumindest diejenigen, die man sieht.

Was jedoch nicht beachtet wurde ist, inwieweit die Plattform der GEMEINSAMEN Werte überhaupt existiert, und darauf baut eine Partnerschaft vordergründig auf.

Eine langfristig funktionierende Partnerschaft baut auf den Werten auf, die gemeinsam existieren, und nicht in Frage gestellt werden.

Leicht ist das zu erkennen, wenn ein Partner z.B. treu ist, und ein anderer auf Treue keinen gesteigerten Wert legt, und Untreue verzeiht. Spätestens wenn diese unvereinbaren Werte aufeinander prallen, wird der Reiz des Fremdartigen, der den Partner am Anfang neugierig gemacht hat, dem Schmerz der Realität weichen.

Oder – um unser oben angeführtes Beispiel heranzuziehen – wenn der eine Partner seine Ruhe vor dem Fernseher haben will, und sich gestört fühlt durch die Frau, die ständig reden will oder seinen Fernsehabend durch ihr Violinspiel und ständige Besuche ihrer Freundinnen und Familie stört – dann prallen Welten aufeinander, an die wir vorher nicht gedacht haben – WEIL WIR UNS SELBST NICHT KENNEN.

Heilige Partnerschaften können dann prosperieren, harmonische Partnerschaften können dann entstehen, wenn wir uns als erstes unserer eigenen Werte bewusst werden, und damit auch unserer eigenen Bedürfnisse. Jeder Mensch hat das Bedürfnis, seine unausgesprochenen Werte zu leben, und je breiter die Plattform der Werte, die wir für wichtig, anstrebens- und erhaltenswert halten, bei beiden Partnern übereinstimmt, desto höhere Chancen hat die Partnerschaft.

Die Partnerschaft hat die Aufgabe, beiden Partnern Sicherheit und einen geschützten Raum zur Selbstentwicklung, und sogar zur Selbstverwirklichung zu geben, und ist somit ein Heiliges Instrument Gottes, mit dem er unsere Seelenqualitäten schleift und poliert. Wenn wir uns jedoch auf der instinktiven Ebene paaren, ohne unsere Werte und Bedürfnisse zu kennen, dann profanisieren wir dieses Heilige Instrument Gottes, und machen seine Wirkung zunichte.

Woher kommen denn nun eigentlich diese Werte, die wir besitzen, und wie können wir sie kennen lernen?

Weiter lesen Sie in unserem nächsten Blogbeitrag zum Thema Beziehungen – kommt in Kürze!












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