Beziehungen und die Herkunft unserer Werte

Im letzten Blog-Beitrag über Beziehungen haben wir über die gemeinsamen Werte als Basis einer Beziehung gesprochen, und wie wichtig sie bereits in alten heiligen vedischen Gesellschaften genommen wurden.

Heute möchte ich darüber sprechen, woher aus spiritueller Sicht unsere Werte, unsere Prägungen, unsere Überzeugungen, Interessen und Ausrichtungen kommen, und wie wir feststellen können, was uns prägt, so dass wir einen adäquaten Partner finden können, der zu uns auch auf höherer Entwicklungsebene passt, und nicht nur im körperlich-animalischen Bereich.

Das, was den Menschen an Werten, Gewohnheiten, Überzeugungen und Handlungen prägt, nennen wir gemeinhin „seinen Charakter“. Aus spiritueller Sicht wird dieser Charakter aus zwei Quellen maßgeblich geprägt:

1. Aus seinem eigenen Karma aus vergangenen Leben und

2. Aus seinem sozialen Karma, das er im Lauf seiner Erziehung meistenteils unbewusst übernommen hat. Da diese Prägung meistens von den Eltern als Erziehungspersonen beeinflusst wurde, nennen wir dieses Karma auch „Elternkarma“.

Ich möchte auf beide Arten von Karma eingehen.

Eigenes Karma aus vergangenen Leben:

Das eigenen Karma aus vergangenen Leben enthält einerseits die Entscheidungen, die der Mensch getroffen hat in vergangenen Leben als „Saat“, und damit jetzt die Früchte als Auswirkung. Wenn der Mensch also großzügig war in vergangenen Leben, wird er jetzt natürlich wohlhabend sein, ohne sich bemühen zu müssen. Wenn er andere Menschen unterstützt hat, wird ihm Unterstützung heute zuteil werden. Wenn er andere Menschen respektiert hat, wird auch er respektiert werden in diesem Leben. Wenn er seine Eltern gut behandelt und unterstützt hat, wird er in einem unterstützenden Elternhaus inkarnieren und aufwachsen, das seine Entwicklung fördert und das Kind freundlich und fördernd behandelt.

Gleichzeitig enthält das eigenen Karma aus vergangenen Leben aber auch den „möglichen Korridor“ seiner sozialen Entwicklung. Das muss erklärt werden:

Je nach Reifegrad hat die Seele unterschiedliche Entwicklungsstände des Bewusstseins. Bevor die Seele als Mensch inkarniert, so wird in den alten vedischen Meisterlehren gesagt, hat sie bereits viele Geburten als Stein, Pflanze oder Tier hinter sich. Es gibt in diesem Universum wohl 8,4 Millionen unterschiedliche feinstoffliche und grobstoffliche Existenzformen von beseelten Wesen, und der Mensch hat bereits die 8 Millionen Existenzformen transzendiert, die sich unterhalb seiner Entwicklungsstufe befinden.

Jedoch selbst als Mensch gibt es unterschiedliche Reifegrade der Seele, und nicht alle als Mensch inkarnierten Seelen sind gleich. Früher wurden diese Entwicklungsstufen der Seelen in menschlichen Körpern nach „Stufen“ eingeteilt, die wir heute in etwa mit folgenden Tätigkeiten benennen könnten im gesellschaftlichen Kontext:

1. Stufe: Arbeiter, Knechte: Diese Stufe dient der Gesellschaft durch körperliche Tätigkeit, und arbeitet nach Anweisung und Verbot. Die Seelenreife ist noch nicht so ausgeprägt, so dass eigenen Verantwortung noch nicht in dem Maße übernommen werden kann. Das Leben wird in der Regel nach dem Verlangen nach körperlichem Vergnügen und reinem Überlebensinstinkt gesteuert.

2. Stufe: Bauern und Händler: Diese Stufe kümmert sich idealerweise bereits um andere Personen, und die Befriedigung ihrer Bedürfnisse. Hier lernt die Seele, erst zu geben, um dann etwas zu bekommen. So wie der Bauer sät und seine Saat pflegt, so wird er ernten. So wie der Händler seinem Kunden beste und interessanteste Produkte zu einem fairen Preis liefert, wird er nachhaltige Geschäfte aufbauen.

3. Stufe: Krieger, gesellschaftliche Führer und Politiker, früher Könige und Minister: Hier müsste der Dienst am Volk im Vordergrund stehen, und Selbstlosigkeit an der Tagesordnung sein. Das prägende Element dieser Seelenreife ist die selbstlose Dienst an größeren Volksgruppen, sowie in Führungspositionen der Gesellschaft.

4. Stufe: Die Spirituellen Lehrer, Lehrer, Ärzte, Gurus: Hier weicht das materielle Streben dem geistigen Streben. Die Mitglieder dieser Gruppe an entwickelten Seelen sollten ein vorbildliches Leben der Selbstlosigkeit führen, und das Volk auf geistige Art und Weise anführen.

Auch wenn in unserer „modernen“ Gesellschaft all das durcheinander gekommen ist, kann man anhand dieser Gruppierungen seine eigenen Neigungen besser einschätzen. Heutzutage sind selbst geistig hoch entwickelte Seelen gezwungen, Jobs auf der Ebene der Arbeiter und Knechte auszuführen, um zu überleben, und Seelen mit niedriger Gesinnung sitzen in Führungspositionen. Das ist das Kennzeichnen unseres „dunklen Zeitalters“, des Kali-Yuga, wie es in den Schriften heißt. Doch auch dort beginnt sich gerade gesellschaftlich viel zu verändern, und die Menschen wachen auf.

All diese Prägungen und Neigungen tragen wir in uns, meist ohne es zu wissen. Und all das ist in unserem persönlichen Karma verborgen, und lässt sich auch im vedisch-astrologischen Horoskop ablesen.












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