Erziehung und die Einheit der Familie

Das letzte Mal haben wir im Bezug auf Erziehung darüber gesprochen, was Heiliges Wissen ist, und wie Heiliges Wissen dem Kind und den Eltern die Grundlage dafür bietet, im Leben stabil zu werden, und sich zu einem hoch entwickelten Menschen zu entfalten.

Heute wollen wir auf die ersten Schritte des Selbstverständnisses eingehen, auf dem Heiliges Wissen aufbaut, und wie dieses Selbstverständnis hin zu langfristigem Wohlergehen und Prosperieren der Familie führt.

Die Grundlage des Selbstverständnisses von Heiligem Wissen ist – das hatten wir schon erwähnt – die Klarheit und Einsicht, dass wir nicht mit unserem Körper gleichzusetzen sind, also dieser Körper sind, sondern dass wir eine Seele sind, die einen Körper besitzt. Das ist eine riesiger Unterschied, wie wir gleich sehen werden.

Der Mensch hat von Gott die Intelligenz bekommen, die Fähigkeit zur Einsicht und zur Selbstreflektion. Damit kann er – anders als die Tiere, Pflanzen oder andere irdische Lebewesen – verstehen, dass er ein Teilchen Gottes ist, in seiner Ursprünglichkeit. Als Seele sind wir alle ein Teilchen Gottes, und sind damit ewig, voller göttlichem Potential, und fähig zu unendlichem Wissen, Bewusstheit und göttlicher Glückseligkeit.

Auf Seelenebene sind wir alle gleich, und jeder besitzt unendliches Potential Gottes.

Wir besitzen allerdings auch einen Körper, und in diesem Körper sind wir inkarniert, um eine bestimmte Erfahrung in einem „Team“ zu machen, dem „Team Menschheit“. In einem Team gibt es das Spiel, den Führer, die Aufgabe des Einzelnen und das Zusammenspiel des Teams hin zu einem angestrebten Ergebnis. Im menschlichen Leben ist das Leben selbst das Spiel, das Team ist die Menschheit, aber im Kleinen erst einmal die Familie. Der Teamführer ist der Vater als Stellvertreter Gottes (nach alten heiligen Prinzipien zumindest, die wir beim nächsten Mal noch weiter behandeln werden), und die Erziehung findet statt in dieser Form des Zusammenwirkens des Teams, die wir hier beleuchten wollen.

Auf dieser Körperebene, und auf der Ebene dieses Spiels der Erziehung in der Familie gibt es also – anders als auf Seelenebene – Unterschiedlichkeit.

Es gibt verschiedene Teammitglieder und verschiedene Aufgabenbereiche, und das Kind ist ein neu angekommenes Familienmitglied, und muss erst einmal lernen, sich einzufügen. Es kennt die Regeln noch nicht, es weiß nicht, was sein Platz ist, und was der Platz der anderen Teilnehmer in Familie ist, wer etwas zu sagen hat, wo es lang geht, wer den Ton und die Sicherheit angibt, wer für die Strukturen sorgt, und wer für die emotionale Schönheit und Lebendigkeit, die Fürsorglichkeit und das Mitgefühl in der Familie zuständig ist. Das Kind ist ganz neugierig, und will all das so schnell wie möglich lernen.

Es kommt an in der Familie, und beginnt, in Hochgeschwindigkeit die Strukturen, die Teammitglieder und das Spiel des Lebens in der Familie zu erforschen. Es lernt also die menschlichen Strukturen von den Eltern, und auf dieser Ebene sind wir alle ungleich, denn es gibt „den Stürmer“ und „den Verteidiger“, „den Teamarzt“, „den Manager“, „den Kapitän“ und vielleicht noch viele andere Positionen in der Familie, die im übertragenen Sinne besetzt werden. Wenn nicht jeder seinen Platz kennt, dann läuft das Spiel durcheinander.

Um diese Spiel kennenzulernen, hat Gott das Kind mit Spiegelneuronen ausgestattet. Damit beobachtet das Kind die Eltern bei ihrem körperlichen Spiel des Menschseins, und ahmt ihr Verhalten nach. Das beginnt bereits im Bauch der Mutter, während der Zeit der Schwangerschaft, und setzt sich direkt nach der Geburt fort.

Die Eltern spielen also dem Kind idealerweise ein eingespieltes Team vor, das die Akzeptanz der Seele in dem menschlichen Körper jedes Teilnehmers als Grundlage hat, und die Ausrichtung auf Gott und Selbstentfaltung des menschlichen Wesens hin zu seiner Seele.

Die materiellen Grundlagen der Familie werden professionell und eingespielt vom Team geregelt, der Vater sorgt für die Strukturen und die Sicherheit, für Führung und die Verteidigung der Familie nach außen, so dass die Familie in Wohlstand und Sicherheit gedeihen kann, und sich in das größere System der Gesellschaft einordnet, und dieser Gesellschaft und ihren Mitgliedern dient.

Die Mutter sorgt für die emotionale Schönheit in allen Bereichen der Familie, für die materielle Schönheit in den Strukturen, die der Familienkapitän, der Vater, geschaffen hat, und baut diese im Inneren aus. Sie hält das „Dharma“ hoch, das heißt sie sorgt dafür, dass alle Familienmitglieder die hohen Werte der göttlichen Ordnung nicht vergessen, die hohe Ethik von Göttlichkeit und Mitmenschlichkeit im Leben. Beide Eltern sind dem Kind in der Erziehung übergeordnet und geben dem Kind auf materieller Ebene Anweisungen und Führung, bringen ihm Disziplin und Ordnung bei, geben ihm genügend Raum, sich zu entfalten, aber nicht zu viel Verantwortung, die es noch nicht tragen kann, und scheitern müsste.

All das tun die Eltern.

Sie sorgen zu geeigneter Zeit für fähige, verwirklichte und konsequente Lehrer, die dem Kind etwas beibringen. Wenn das Kind sich unter dem „Schliff des Lehrers“ in den Schoß der Familie zurück flüchten will, dann helfen sie dem Kind, die Autorität des Lehrers anzuerkennen, indem sie sie selber anerkennen.

Wenn die Familie als Team zusammenspielt, auch mit der Außenwelt, und jeder seinen Platz im Familienteam kennt und mit Liebe und Hingabe ausfüllt, dann entsteht ein prosperierendes harmonisches Familienumfeld für das Kind und die gesamten Familienmitglieder, und eine prosperierende Existenz der Familie im größeren Gesellschaftskörper.

All das und noch vieles mehr kann das Kind lernen, um zu einem wertvollen und hoch entwickelten, selbstdisziplinierten und fähigen, mitfühlendem und erfolgreichen Menschen heranzuwachsen, der seine Talente lebt und der Gesellschaft und größeren Menschengruppen dient. Je größer die Menschengruppe, und je wertvoller der Dienst, den das Kind an ihr leisten kann, desto größer sein Verdienst in der Gesellschaft, ob materiell in Form von Wohlstand, oder immateriell in Form von Anerkennung.

Wie aus der Beschreibung dieses Teamspiels leicht zu erkennen ist, ist es für Eltern nicht so leicht, diese Rollen und dieses Spiel in heiliger Art und Weise dem Kind beizubringen, weil wir selbst vieles davon weder kennen, beherrschen, noch den Nutzen dahinter verstehen.

Warum sind nicht alle Menschen gleichberechtigt? Gleichberechtigung gilt in unserer Gesellschaft doch als hoher Wert?

Warum sollen Kinder sich unterordnen und nicht alles dürfen? Sie sind doch emotionale Wesen, und wenn man sie beschneidet, dann tut ihnen das weh und verletzt sie?












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