Erziehung und die Rolle der Mutter

Im letzte Blog-Beitrag haben wir über die allerersten Grundlagen von Erziehung gesprochen, ob Erziehung überhaupt nötig ist, und wie sie mit Spiritualität einhergeht.

Wir haben darüber gesprochen, das frisch geborene Kind als Seele zu sehen, die ihre eigenen Erfahrungen in unserer Welt und in unserer Familie anstrebt, und nicht als Besitz. Gleichermaßen haben wir darüber gesprochen, wie wir das Kind durch Vermittlung hoher Werte und Fähigkeiten wie Selbstdisziplin, Respekt und Demut darin unterstützen können, seinen Lebensweg zu gehen und ein hoch entwickelter Mensch zu werden.

Heute werden darüber reden, welche Rolle die Mutter in der Erziehung des Kindes spielt, und wann die mütterliche Form von Erziehung ihre Stärken ausspielt, und wann ihre Schwächen. Daraus wird schon klar, dass in einem bestimmten Lebensalter des Kindes die Mutter gefragt ist, um das Kind zu erziehen, und in einem anderen Lebensalter eher der Vater, oder der Lehrer respektive Guru.

Die mütterlichen Qualitäten liegen in ihrer Hingabe, ihrem Gewähren-lassen, Ihrem nährendem Aspekt und ihrer Verbindung zum „Dharma“ – der höheren Pflicht – durch ihren emotionalen Zugang zum Leben (siehe auch unsere Blog-Beiträge zum Thema Beziehung – dort beschreiben wir die Qualitäten von Mann und Frau, die in der Partnerschaft gefragt und förderlich sind).

Das bedeutet konkret: Die Mutter gibt dem Kind Leben, sie ist die Haupt-Ansprechperson in den ersten Monaten und den ersten Lebensjahren des Kindes, und sie gibt dem Kind Nahrung, Fürsorge und Wärme, ohne dass das Kind irgend etwas dafür leisten muss. Das Kind kann in diesem Alter auch noch nichts zur Gemeinschaft beitragen, außer dass es den Eltern die Genugtuung gibt, ihm zu dienen, es zu nähren, zu versorgen und gewähren zu lassen in seinem Drang, die Welt zu erforschen, und sich kennen zu lernen.

Im allerersten Stadium ist das Kind nicht einmal in der Lage, die Welt in einer bestimmten Form im Außen wahrzunehmen, und sich selbst ins Verhältnis zu dieser Welt zu setzen. Es kann noch nicht interagieren mit der Welt, und ist auf Wärme und Schutz angewiesen. Ihm diese Wärme und diesen Schutz zu geben, ist die Mutter perfekt geeignet. Kein Mann kann diese aufopfernde Form von Geben, sich „aussaugen lassen“ im wahrsten Sinne des Wortes, und permanenter liebevoller und fürsorglicher Zuwendung aufbringen, wie eine Mutter das kann. Der Mann ist, wie wir noch sehen werden, geschaffen, um den Härten des Lebens entgegen zu treten, nicht jedoch diese Form von Toleranz, Weichheit und Fürsorge zu realisieren, die eine Mutter in der Lage ist zu geben, wenn sie sich in dem geschützten und versorgten Raum einer Familie befindet.

Weiterhin legt die Mutter in diesem frühen Phasen des kindlichen Seins die grundlegenden Werte im Kind, ob das Kind ein guter Mensch wird oder ein schlechter Mensch. Sicherlich bringt jedes Kind sein eigenes Karma mit in dieses Leben, aber es inkarniert auch in der Familie, die zu seinem Karma passt, und die Mutter unterstützt es in diesen frühen Jahren idealerweise darin, seine guten Anlagen zu entfalten.

Wie funktioniert das? Die Mutter und Frau ist als emotionales Wesen direkt mit unserem natürlichen Umfeld, unserer natürlichen Ordnung und der höheren Ordnung der Natur verbunden. Sie spürt direkt, wenn irgend etwas der natürlichen Ordnung zuwider läuft, und reagiert mit Schmerz. Das führt sie dazu, dass sie – als entwickelte Seele, die eine tiefere Verbindung zum kosmischen Plan hat – die gesunden Strukturen und Verhaltensweisen, Gottes-Zuwendung und Vertrauen in sich trägt. Ansonsten würde sie kaum Kinder in die Welt setzen können, wenn sie tief in ihrem Inneren nicht Gott vertrauen würde. Weniger entwickelte Seelen natürlich verstehen diese Verbindung zum Kosmos rein aus „animalischer Sicht“, und gleiten schnell in den Bereich von Lust, Anhaftung an die Materie und niederer Befriedigung der Sinne ab.

Nehmen wir also an, die Mutter ist eine hoch entwickelte Seele, die die feineren Schwingungen des Kosmos wahrnimmt. Sie ist idealerweise nicht so stark mit den Härten des Lebens konfrontiert, weil der Mann das für den Schutz der Familie übernimmt (siehe Blog-Beiträge Beziehung).

In diesem Fall kann sie dem Kind das richtige Verhalten beibringen, wie

 Respekt dem Mann gegenüber,

 die Verehrung Gottes,

 Vertrauen in das Leben,

 selbstlose Handlungsweisen und

 Hingabe zur Pflicht.

Das tut sie, indem sie dem Kind diese Qualitäten zuerst einmal selbst vorlebt. Sobald das Kind beginnt heranzuwachsen, und bewusster lernen kann, wird das Kind von ihr auch dazu angehalten, diese Form von Verhalten zu entwickeln, indem die Mutter eine Form von „richtiger Forderung“ dem Kind als energetischen Raum „überstülpt“. Die Grenzen dieses „richtigen Raumes“ werden von dem Verbot und der Korrektur von Fehlern festgelegt.

Wenn die Frau an dieser Stelle dem Kind alles durchgehen lässt, dann wird das Kind zum „ungezogenen“ grenzenlosen Egomanen, das sich selbst als Zentrum der Welt betrachtet. Es ist nicht mehr ohne weiteres in der Lage, dieses Verhalten später zu korrigieren. Und kein Vater und kein Lehrer kann ein in diesen jungen Jahren missratenes Kind später zu einem guten Menschen erziehen.

Diese Form von mütterlicher Erziehung beruht auf körperlicher Dominanz und Vorgabe. Es passt exakt zu der frühen Entwicklungsphase des Kindes, da das Kind noch nicht gut denken und sich reflektieren kann.

Später jedoch, wenn das Kind bemüht ist, seinen Geist zu entwickeln, und eine andere Form von Erziehung braucht – die männliche Form – wird diese Form von mütterlicher Erziehung beengend und kontraproduktiv für die Entfaltung der Seele in dem heranwachsenden Wesen des Kindes. Dann kommt der Mann, der Vater und die väterlichen Qualitäten der Erziehung ins Spiel.












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