Erziehung und Spiritualität – Wie passt das zusammen?

Um den Aspekt von Erziehung zu beleuchten, der in unserer Gesellschaft zu sogenannten „Krankheiten“ wie ADHS/ADS, Borderline oder anderen Formen von „Nichtsozialisierbarkeit“ führt, habe ich mich entschlossen, eine Beitragsreihe über Erziehung zu schreiben.

Erziehung ist interessanterweise ein Aspekt, der nicht nur in der Kindheit und Jugend statt findet, sondern das ganze Leben lang andauert. Erst erziehen einen die Eltern, später steht man der Aufgabe gegenüber, sich seinen Lehrern unterzuordnen, sich überhaupt geeignete Lehrer zu suchen, und nicht zuletzt – sich täglich selbst zu erziehen.

Was bedeutet eigentlich „Erziehung“? Wie das Wort schon sagt, bedeutet Erziehung aus spiritueller Sicht, etwas bisher „Unkultiviertes“, „Natürliches“, zu etwas Höherem hinzuziehen. Es bedeutet, die Spreu vom Weizen zu trennen, die natürlichen Anlagen innerhalb des Menschen zu sortieren, und ihm das Verständnis von höheren Werten und dem Wert der Selbstdisziplin beizubringen.

Insofern ist Erziehung

 einerseits Inhaltsvermittlung – die hohen Werte einer Gesellschaft, und die Normen des friedvollen und prosperierenden Zusammenlebens und der Gottverehrung,

 andererseits die Vermittlung von Handwerkszeug wie „Entsagung“, Selbstüberwindung und Disziplin, die der Mensch ein ganzes Leben lang braucht, um sich selbst weiter zu entwickeln, und sich selbst zu führen.

Wer diese Grundlagen in der Kindheit nicht gelegt bekommt, muss sie sich später mühsam selbst beibringen. Die Eltern tun dem Kind also einen großen Gefallen, wenn sie ihm helfen, sich selbst zu disziplinieren, und ihm hohe Werte beibringen, die göttlich orientiert sind, und nicht auf irgendwelchen verrückten menschlichen Ideen und daraus folgendem „künstlichen Idealismus“ basieren. Dazu müssen die Eltern natürlich selbst Hohe Werte (Spiritualität) und Disziplin studieren und beherrschen.

Ein alter Spruch sagt diesbezüglich:

„Erziehung nützt sowieso nichts, die Kinder machen sowieso alles nach.“

Wie nun können wir unsere Kinder tatsächlich zu guten Menschen erziehen, die

1. Ihr eigenes Potential und ihre Talente nutzen und entfalten können,

2. Hohe Werte kennen lernen und in ihrem Inneren „wiedererwecken“ und

3. Sich selbst überwinden, führen und zu besseren Menschen machen können, also selbstdiszipliniert handeln können?

Ein erster Schritt ist, sich der Göttlichkeit der kleinen Seele des Kindes klar zu werden, die im Kreis unserer Familie inkarniert ist, und offensichtlich genau diese Familie erwählt hat, um sich in ihrem Leben auszudrücken, hier befördert und erzogen zu werden, und die Summe der Talente und des Karmas aus vergangenen Leben auszuagieren. Wenn wir das Kind so sehen können, dann nimmt Gott Platz im Leben unserer Familie, und wir können uns selbst als Seelen wahrnehmen, und die Seele des Kindes wahrnehmen.

Wir können das Kind mit neugierigen Augen betrachten, nach dem Motto:

 „Wer ist dieses neue Wesen, das beschlossen hat, in unserem Kreis Platz zu nehmen, und ein neues Leben zu beginnen?

 Was bringt dieses Kind mit an Talenten und Fähigkeiten? Was können wir von ihm lernen, und was will es von uns lernen?

 Wo können wir es unterstützen, seinen Weg zu gehen und seine Talente zu entfalten und zu entwickeln?

 Welche Lehrer und Lehren braucht es?“

Auf diese Art und Weise nimmt Respekt für das Wunder des Lebens in unserer Familie Platz, ohne den Anspruch des „Besitzes“ nach dem Motto: „Das ist mein Kind, und es hat zu tun was ich will.“ Und trotzdem ist dem Anspruch Raum gegeben, dass das Kind sich aus seiner körperlich animalischen Realität, die es am Anfang bestimmt, durch Erziehung heraus entwickeln will und soll, um ein weit entwickeltes hohes menschliches Leben zu führen, in dem die Seele sich auch ausdrücken darf mit ihren feinen und veredelten Bedürfnissen, und nicht die Überlebensangst und die körperliche Lust alle feineren Bedürfnisse unterdrücken.

In einer solchen Erziehungs- und Lebensgrundlage – der Sichtweise auf das Kind als Seele, nimmt Gott persönlich Platz in der Familie.

Und nun zum Thema Erziehung:

Je nach Lebensphase des Kindes hat die weibliche oder die männliche Erziehung Priorität im Prozess der Entwicklung des Kindes, da die Fähigkeiten von Mann und Frau verschieden sind, und so ist die Fähigkeiten der mütterlichen und väterlichen Erziehung ebenso grundverschieden sind. Wenn die falsche Erziehung zum falschen Zeitpunkt eingesetzt wird, kann das Kind Schaden nehmen in seinem Entwicklungsprozess. Wenn die „richtige Erziehung“ jedoch eingesetzt wird, und die Mutter und der Vater ihre Fähigkeiten adäquat und zum richtigen Zeitpunkt verwenden, dann kann das Kind sich zu großen Höhen entwickeln.

Was ist nun der richtige Zeitpunkt, und was sind die Qualitäten von Vater und Mutter? Und wie setze ich meine Qualitäten ein in der Erziehung meines Kindes – oder sogar meiner selbst?












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