Spirituelle Erziehung und Selbst-Erziehung

Erziehung aus Spiritueller Sicht, das ist vielleicht in den vorherigen Teilen des „Spirituellen Erziehungs-Ratgebers“ schon klar geworden, ist in erster Instanz einmal davon abhängig, was man selbst weiß über das Universum, Gott, die vedischen Grundlagen des Zusammenspiels des Kosmos und die eigene Erziehung.

Das bedeutet auch, dass wer sich selbst nicht mit den Grundlagen der Spirituellen Selbst-Erziehung beschäftigt hat, schwerlich Kinder erziehen kann, zu ihrem eigenen größten Selbst heranzuwachsen, das sie in diesem Leben verwirklichen können.

In erster Linie geht es also um Selbst-Erziehung, um dem Kind ein möglichst vollkommenes Vorbild zu geben. Vollkommenheit heißt dabei nicht, keine Fehler zu haben, sondern „sich in die richtige Richtung zu bemühen“ – ein besserer Mensch zu werden.

Ein besserer Mensch in diesem Zusammenhang misst sich immer darin, wie er seiner Seele näher kommt, und im Irdischen anderen Menschen und Lebewesen keinen Schaden zufügt, sondern sie möglichst noch befördert in ihrer Selbstentwicklung.

Diese Selbstentwicklung führt dazu, dass das Kind sich an einem vollkommenen Vorbild ausrichten kann – Elternteilen, die sich auf Gott ausrichten, die Menschen und andere Lebewesen wie auch sich selbst als Seele begreifen, und sich um ihre Selbstverwirklichung bemühen. Dieses Vorbild kopiert das Kind.

Weiterhin führt diese Art von Selbsterziehung dazu, dass wir das „in uns innewohnende Kind“ erziehen.

Was genau bedeutet das?

Jeder Mensch hat in seinem Inneren einen weichen kindlichen Teil, der emotional, verspielt und liebesbedürftig ist. Dieser Teil ist ein Teil, der einerseits Gott und der eigenen Seele sehr nahe ist, andererseits in sich selbst nicht versteht, wozu Disziplin und Streben nach Höherem sinnvoll sind im Leben.

Warum sollte dieser Teil das tun? Er will doch nur geliebt werden!

Wenn dieser Teil von unseren Eltern nur unvollkommen darin unterstützt wurde, Disziplin und Regeln, den Dienst am Anderen und der Gemeinschaft, Demut und Dankbarkeit, Genügsamkeit und Bescheidenheit, und andere Spirituelle Werte zu erlernen, dann entfaltet er einen innewohnenden Egoismus, der sich in der materiellen Welt und in den Beziehungen zu anderen Menschen ausdrücken will. Das Kind, dem hier keine oder ungenügende Grenzen gesetzt wurden, entfaltet hier eine Art von Egoismus, der sich mit der Begründung “geliebt werden zu wollen” nimmt was er will – von allen Personen und Umständen, die ihn umgeben. Es entsteht eine Art von sich selbst genügendem Narzissmus.

Wenn dieser weiche Teil von unseren Eltern überdiszipliniert wurde, dann entwickelt er vielleicht Widerstände oder sklavischen Gehorsam. Auch das ist nicht gut.

In jedem Fall haben unsere Eltern natürlich das Beste getan, was in ihrer Macht stand, uns ihre Werte mitzugeben. Aber vielleicht hatten auch unsere Eltern keine Spirituelle Erziehung, denn diese Grundlagen Spiritueller Erziehung und die Kenntnis darüber fehlen uns als Gesellschaft schon seit langer Zeit.

Das Ergebnis ist, dass wir auch als Erwachsene mit einem inneren Teil konfrontiert sind, mit unserem „inneren Kind“, das nur unvollkommen erzogen ist, und uns manchmal dominiert mit seinen Allüren. Es ist beleidigt oder schmollt, es ist überfordert oder aggressiv, es fühlt sich ungerecht behandelt und steht im Widerstand, es will etwas machen oder haben, das nicht gut für es ist.

Wir wissen zwar vielleicht, dass wir diesen egoistischen oder ungezogenen Tendenzen unseres inneren Kindes nicht folgen sollten, aber wir wissen nicht, was wir ihm – ausser Verbote – für Anleitungen geben können. Wie sollte es dann anders handeln, wenn es keine Anleitung bekommt?

Und das kopieren unsere äußeren Kinder natürlich auch – jedes Fehlverhalten unseres inneren Kindes. Deshalb geht es in erster Instanz darum, sich selbst zu erziehen.

Nun zu den praktischen Tipps:

Sich selbst erziehen kann man

Durch das Studium Heiligen Wissens. Heiliges Wissen ist Wissen über das Zusammenspiel von Universum und Mensch, über den Kosmos und die Götter, über Gott selbst in seiner transzendenten Persönlichkeit, über das Zusammenspiel von männlich und weiblich. All das wird in der Vedischen Literatur recht ausführlich behandelt, und es gibt einige gute Übersetzungen der Vedischen Literatur. Es ist allerdings auch ein umfangreiches Studium, in dem nicht nur das Thema „Erziehung“ behandelt wird, sondern der ganze Kosmos.

Durch die Kommunikation mit Heiligen, die dieses Wissen studiert haben. In Indien werden z.B. von Heiligen Satsangs gegeben, in denen entsprechende Fragen beantwortet werden, und dieses Wissen wird teilweise in Büchern zusammengefasst. Es ist für unsere Gesellschaft und ihre Mitglieder immer noch schwer zu verstehen, selbst wenn es teilweise in Englisch veröffentlicht wurde, da uns viele Grundlagen fehlen, die indische oder auch Vedische Kultur zu verstehen. Aber es gibt immerhin Stoff zum Nachdenken.

Durch eigenen Praxis, auf der Grundlage des oben genannten Wissen den „ungezogenen Emotionen“ des inneren Kindes zu entsagen, wie Ärger, Wut, Gier, Anhaftung usw., um sich selbst zu purifizieren. Dadurch wird man zum guten Vorbild.


Das innere Kind zu erziehen, bedeutet nicht nur Wissen anzusammeln, sondern auch seine eigenen ungezogenen Anteile zu transformieren.

Ohne die Selbstdisziplinierung findet keine wirkliche Entwicklung statt, und teilweise sind wir selbst so in Automatismen gefangen, dass wir uns selbst nicht erziehen können.

Dann helfen Heilsitzungen oder andere Tiefenverfahren der Arbeit mit dem Unterbewusstsein, um den unterbewussten Ursprung dieser Verformungen aufzudecken und zu transformieren.












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www.schamanen.at (persönliche Heilsitzungen) oder











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