Wohlstand & Spiritualität, und ihre Ausgewogenheit

Im letzten Blog-Beitrag zum Thema Wohlstand ging es darum, warum Spiritualität Wohlstand und Glück verursacht, und wann.

Heute möchte ich noch tiefer darauf eingehen, was Spiritualität im Bezug auf Wohlstand überhaupt ist, welche Macht sie besitzt, und welche Stufen an Verwirklichungen und Interesse es im Bezug auf Wohlstand, Spiritualität und die Entwicklung der Seele überhaupt gibt.

Zweck dieses Beitrags ist es auch, dem geneigten Leser die Möglichkeit zu geben, sich selbst besser kennen zu lernen und einzuschätzen, was seine wahren Bedürfnisse im Bezug auf Wohlstand sind, und was seine wahren Bedürfnisse im Bezug auf Spiritualität sind.

Jede Seele hat entsprechend ihres Inkarnationsablaufes einen bestimmten „Entwicklungsgrad“, der sich anhand ihrer Erfahrungen und Entscheidungen vorangegangener Leben bemisst:

• Manche Seelen sind nur auf der Erde in Menschenkörpern inkarniert, um zu überleben, und um sich des Lebens zu erfreuen, so wie es halt kommt. Sie sind nicht geeignet, Verantwortung für andere zu übernehmen, sondern denken maßgeblich über sich selbst nach, ohne sich aber als egoistisch zu empfinden. Sie denken einfach nur an ihr eigenes Überleben. Ihr Interesse an Spiritualität erwacht in der Regel nicht von selbst, aber wenn sie familiär und gesellschaftlich gut geführt werden und in einer religiösen Gott zugewandten oder Spirituellen Gemeinschaft aufwachsen, dann sind sie natürlich Gott hingegeben, befolgen heilige Rituale, sind weitgehend gute Menschen, und haben ihren Nutzen und Benefit im Bezug auf karmische Entwicklung, Erfolg im Leben und einen Wohlstand, der gut zum Überleben reicht. Diese Form von Seelen ist allerdings auch anfällig für „Verführung“ und „Manipulation“, da höhere Ethik, Selbstlosigkeit und der natürliche Gefallen am Dienen noch wenig ausgeprägt und unkultiviert sind. Stattdessen sind Faulheit, Gier, Neid, Ärger, Eifersucht und andere Eigenschaften des „Virodi-Tattwa“, also der dämonischen Potentiale des Menschen, wie sie in alten vedischen Gesellschaften bezeichnet wurden, noch omnipräsent.

• Manche Seelen haben bereits erkannt, dass es andere Menschen außerhalb von ihnen gibt, die ebenso Bedürfnisse haben wie sie selbst. Diese Seelen sind zwar noch nicht vordergründig am Dienst an anderen Menschen interessiert, aber sie wissen bereits, dass sie anderen etwas geben müssen, sie zufrieden stellen müssen, damit sie selbst etwas bekommen. Sie haben in ihren vergangenen Leben bereits genügend Erfahrungen gesammelt, so dass sie diese Tatsache gelernt haben. Sie sind an persönlichem Wohlstand und Besitz interessiert, der über das Maß des einfachen Überlebens hinaus geht. Oft werden sie Händler, Bauern, Business-Leute oder Unternehmer, die nach ihrem persönlichen Vorteil streben. Das ist auch okay so, da sie sich an diesem Punkt ihrer Entwicklung befinden, diese Seelen in menschlichen Körpern sind jedoch noch nicht geeignet für Führungspositionen innerhalb der Gesellschaft oder innerhalb von Gemeinschaften, da ihr persönlicher Nutzen über dem Nutzen der Gemeinschaft steht, und sie sich in Machtpositionen bereichern werden, und das Wohl der Gemeinschaft missachten würden.

• Manche Seelen haben Interesse am Dienst an der Gemeinschaft, an Macht, weltlicher Einflussnahme und Anerkennung. Geld oder Wohlstand dient dieser Gruppe an verwirklichten Seelen nur noch dazu, ihre Ziele zu erreichen. Idealerweise, bei solch entwickelten Seelen, steht der Dienst am Volk im Vordergrund. Diese Seelen haben bereits gelernt, dass wir alle miteinander verbunden sind, und nur im Zusammenhalt, als Gemeinschaftswesen unter der Führung hoher Ethik und hoher Ideale erfolgreich sind. Diese hoch entwickelten Seelen lassen sich von geistigen Führern beraten, die ebenso das Gemeinwohl im Interesse haben, aber bereits mehr auf Gott orientiert sind und Spirituelles Wissen, als auf weltliche Macht. Sie sind ideal geeignet, ein Volk oder eine Gemeinschaft zu führen, und ihr mit den Mitteln ihrer Macht und weltlichen Einflussnahme sowie ihres Vermögens Schutz zu gewähren. Wohlstand ist hier eine natürlich Begleiterscheinung des Spirituellen Entwicklungsgrades dieser Seelen. Dieser Wohlstand geht in der Regel weit über den Wohlstand des Einzelnen hinaus, der sich auf den beiden vorher genannten Entwicklungsstufen befindet, und wird gern geopfert zum Nutzen der Gesellschaft, zum Schutz der Gemeinschaft, zum Prosperieren der Gruppenmitglieder, die geführt werden sowie zum Fördern einer hohen Ethik und Entwicklung geistiger Werte im Volk.

• Manche Seelen sind über das Maß der weltlichen Verantwortung und dem Interesse an Macht hinausgewachsen, und sind maßgeblich interessiert an höherem göttlichen Wissen, Verwirklichung und Selbsterkenntnis. Sie dienen dem Volk als ideale selbstverwirklichte Vorbilder, spirituelle Lehrer und Heilige, schreiben Schriften, belehren die weltliche Führer der vorher beschriebenen Klasse und beschäftigen sich mit Gott und ihrer eigenen Erkenntnis ihrer Seele und Gottes innerhalb und außerhalb von ihnen. Durch ihre hohe Schwingung ihres gesamten riesigen feinstofflichen Körpers beeinflussen sie die Gesellschaft allein durch ihre Anwesenheit, und verhelfen durch ihre Anwesenheit dem Volk zu Einsichten, spiritueller Entwicklung, Sicherheit und Wohlstand. Der Einfluss und die Anwesenheit nur eines einzigen selbstlosen und selbstverwirklichten Heiligen innerhalb eines Volkes ist nicht hoch genug einzuschätzen, und bewahrt das Volk vor Ungemach, und hilft ihm in schweren Zeiten. Deshalb suchen Menschen auch oft unbewusst die Nähe solcher hoch schwingenden Persönlichkeiten, manche Menschen scheuen diese Seelen aber auch, und nähern sich ihnen nicht, um ihre dunklen, nicht verwirklichten Anteile behalten zu können, und egoistisch zu bleiben. Jedenfalls sind diese hoch verwirklichten Seelen ein Nutzen für das Volk.

Über diese jetzt benannten Aspekte der einzelnen Entwicklungsstufen der Seelen, die in einer Volksgemeinschaft anzutreffen sind, gibt es noch Seelen, die bösartig sind, und die Eigenschaften des oben genannten „Virodi-Tattwa“, also der dämonischen Erscheinungsweise des Universums zu ihrem Ziel gemacht haben, also Selbstsucht, Neid, Ausbeutung, Angst, Ärger, Agression, Manipulation usw.. Oft kommen diese Seelen aus dunkleren Welten, und inkarnieren hier auf dieser Erde, um ihre Zwecke durchzusetzen. Wir befinden uns seit vielen Jahrtausenden in einem dunklen Zeitalter, in dem der Zugang zur Erde für solche bösartigen Seelen, die auch zum Universum gehören, leichter ist. Eigentlich gehören sie jedoch in andere Sphären des Universums, und verschwinden aktuell auch Schritt für Schritt von der Erde, da eine Zeit des „Erwachens“ für die Menschheit angebrochen ist.

Weiterhin gibt es über die oben benannten Aspekte hinaus Seelen, die direkte Inkarnationen göttlicher Aspekte, höherer Welten oder alter Meisterlinien sind, und die uns mit dem Wissen Gottes und seiner allumfassenden Präsenz verbinden. Diese Seelen gehen über die menschliche Gemeinschaft hinaus, und sind Aspekte des „Hari-Kripa-Tattwas“, der Erscheinungsweise der Welt, die uns direkt mit Gott (Hari) verbindet, und uns heiliges Wissen gibt. Diese heiligen Seelen gelten als Meister im Universum, auch in anderen Dimensionen, und tauchen in verschiedenen Formen auf der Erde auf. Oft dienen sie als Gurus oder Meister und führen die Seelen, die sie treffen, zu außergewöhnlichen göttlichen Erfahrungen.

Und was hat das alles nun mit Wohlstand zu tun?

Spiritualität und der spirituelle Reifegrad einer Seele sind der machtvolle Faktor hinter dem ganzen Geschehen, das zu Wohlstand und Prosperität führt. Je größer der Entwicklungsgrad der Seele ist, desto größer ist ihre Einflussnahme auf den Wohlstand und die Prosperität.

Gleichermaßen ist es jedoch auch so, dass persönlicher abgegrenzter Wohlstand nur in den unteren Entwicklungsstufen einer Seele tatsächlich interessant ist. In höheren Entwicklungsstufen ist Wohlstand eher eine Aspekt, der für den Nutzen des Volkes und der Gemeinschaft eingesetzt wird, oder aber direkt der Gemeinschaft belassen wird, ohne mehr als das lebensnotwendige für sich selbst zu beanspruchen, und heilige Werke zu vollbringen.

Je höher der Entwicklungsgrad einer Seele ist, desto mehr Vervollkommnung hat sie erreicht. Sie kann Einfluss nehmen auf feinstoffliche Bereiche, die weniger entwickelten Seelen noch nicht zugänglich sind. Jedoch nimmt das Interesse an materiellem Reichtum ab, weil die Seele über viele Inkarnationen festgestellt hat, dass materieller Reichtum nicht endgültig befriedigend, glücksverheißend ist, sondern vergänglich und trügerisch in seiner Verlockung. Stattdessen nimmt das Interesse an Selbstverwirklichung, Spiritualität und Gott zu. Umso wichtiger ist es jedoch, dort einen ausgewogenen Zustand zu erreichen, und insbesondere in unserer Zeit die Materie und den Wohlstand nicht zu verteufeln, sondern klug zu verwenden, ihm aber auch nicht zu verfallen.

In den letzten tausenden Jahren wurde so viel Missbrauch mit Geld, Reichtum, Übervorteilung und Macht getrieben, dass in spirituellen Kreisen dieser Reichtum oft in Bausch und Bogen verurteilt wird, und die Macht, die in unserer Gesellschaft davon ausgeht. Nicht zu Unrecht! Jedoch baucht man auch, um einen Tempel zu bauen, die Umwelt zu schützen und zu reinigen, um neue Bäume zu pflanzen und Menschen zu nähren und in Sicherheit zu bringen, materiellen Wohlstand, den Gott uns als Folgeerscheinung unserer Verwirklichungen beschert.

Die Waage zu verstehen zwischen Spiritueller Vervollkommnung und höheren Zielen, und auf der anderen Seite materiellen Verwirklichungen, wie Wohlstand und Macht, kann uns daher auf dem Weg unserer persönlichen Bemühungen helfen, unsere ererbte Vollkommenheit wieder zu finden und zu verwirklichen.

Was ist also diese Waage zwischen Spiritualität und Materialität, und wie verwende ich sie?












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