Die Frau ist heilig
- Priya Sharan

- 3. Feb.
- 2 Min. Lesezeit

Die Frau ist von Geburt an heilig, auch schon als kleines Mädchen. Der Mann muss sich seine Werte erst noch verdienen, aber die Frau wird bereits als Schatzkammer aller Werte geboren.
So heißt es in den alte Schriften, so heißt es in zahllosen Traditionen alter Völker, so wird das Lob der Frau in den alten Wissenstexten der heiligen Seher und Rishis gesungen, so haben selbst christliche Priester – nach einer Nahtoderfahrung – Gott als Frau erkannt.
Warum ist das so?
Nach der Tradition unserer Yoga-Linie, der Shri Haridas Sampradaya, hat Gott aus ewigem Potential des „Alles Könnenden“ im Zuge der ersten Tat in drei Eigenschaftsfelder geteilt – die ursprüngliche Dreieinigkeit:

· Die Liebende (Lalna)
· Den Geliebten (Lal)
· Die Liebesumsorgerin (Lalita, die liebevoll Umsorgende)
In dieser Dreieinigkeit ist im Liebesspiel der drei Eigenschaften Lalna als Radha auskristallisiert, Lal als Krishna, der von allen geliebt wird, und Lalita als beste Freudin der beiden Liebenden.
Diejenige, die die Quelle aller Liebe darstellt, ist jedoch die Göttin, Lalna (Radha oder Bihariniju), sie ist die Quelle aller Liebesfähigkeit, und jede Frau im Universum ist eine Spiegelung dieser Fähigkeit zu lieben.
Diese Fähigkeit zu lieben, die Eigenschaft der liebevollen Quelle, ruht in jeder Frau als Potential. Im Yoga wird gesagt, die Frau hat alle Werte bereits mit der Geburt mitbekommen. Ihre Aufgabe ist es, diese Werte zu bewahren. Dann wird sie zur repektablen Frau.
Ein edler Mann wird sich um sie bewerben, und sie können gemeinsam einen Raum schaffen, in dem Liebe fließen kann.
Die Frau muss beschützt werden, der Raum muss beschützt werden, denn es gibt unzählige Räuber, die diese Quelle der Liebe besitzen wollen, sie verspeisen wollen, und sich zu eigen machen wollen, ohne sich um die Quelle verdient gemacht zu haben. Sie wollen die Frau nur benutzen oder verzehren.
Dem Mann ist die edle Aufgabe zugedacht (so im Yoga-Kontext, und in unzähligen alten Traditionen der Völker), die Frau zu schützen, und den Liebesraum zu schützen.
Der Mann muss sich seine Werte erst noch erarbeiten. Der Mann wird mit Potential geboren, stark zu sein, wird dieses Potential jedoch erst entwickeln und umsetzen müssen. Wenn er das hat, und gereift ist, und seine Form im Außen ausgeprägt hat, kann er sich um eine edle und respektable Frau bewerben.
Wer als Mann dies erreicht hat, hat ein „holdes Weib errungen“, wie es in der „Ode an die Freude“ von Schiller so passend heißt.
Aus dieser einen Verbindung, diesem einen heiligen Liebesraum, den Frau und Mann bevölkern, entstehen heilige Gesellschaften mit Völkern, Kulturen und gegenseitiger Unterstützung, die auf Liebe und Verehrung der Liebe basieren.
Die Quelle all dessen ist die Frau, die Göttin. Die Liebende.




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